Das fränkische Adelsgeschlecht ist seit der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts (urkundlich zuerst 1274) in der Südrhön und im Spessart (u. a. Salmünster, Soden, Schlächtern) ansässig. Vielleicht war das Dorf Hutten bei Schlächtern namengebend. Im 14. Jahrhundert teilte sich das Geschlecht in die Stämme zu Stolzenberg, in Franken (erloschen 1783) und zu Steckelberg (erloschen 1422). Außerdem gab es einen Stamm zu Gronau (später zu Steckelberg genannt, erloschen 1704); der berühmteste daraus ist der Dichter und Humanist Ulrich v. Hutten (1488-1523). -Stammvater der Linie Romsthal-Steinbach (vom Stamm zu Stolzenberg) ist der Kaiserliche Oberst Friedrich v. Hutten (t 1639, s. unten). Das Geschlecht stellte viele Domherren und Bischöfe (u. a. in Würzburg, Speyer und Bamberg). Es gehörte zur Reichsritterschaft in Franken und am Mittelrhein und wurde im Königreich Bayern am 21. 10. 1816 bei der Freiherrnklasse immatrikuliert.
