Mecklenburgisches Adelsgeschlecht mit Stammhaus Dreilützow bei Wittenburg. Die Stammreihe beginnt mit „Dommus Johannes de Lutzowe", der am 5. 11. 1287 urkundlich genannt wird. Seine drei Söhne Wipert, Johann und Borchard gründen eigene Linien. Nachfahre von Borchard, der 1329 als Ritter genannt wird, ist der Kaiserliche Oberstleutnant Barthold v. Lützow. Dieser kauft 1571 Dorf und Gut Seedorf im lauenburgischen Schaalsee und begründet damit das Haus „Dreilützow-Seedorf". Ihm entstammt Julius Friedrich v. Lützow (gest. 1833), der königlicher Beamter in Württemberg wird. Der Führer des „v. Lützow'schen Freicorps", der Kgl. Preuß. Major Adolph v. Lützow (1782-1834), später Generalmajor, gehörte dem Hause „Pritzier-Schwechow" an, das auf Johann, einen Bruder des Borchard zurückgeht. In dem Freikorpsführer, dem bekanntesten Träger des Namens Lützow, manifestierte sich 1813 der preußische Freiheitsdrang gegen die französische Besetzung, dichterisch gefeiert durch Theodor Körners Lied von „Lützows wilder, verwegener Jagd".
