Lüneburgisches Adelsgeschlecht, das unter dem Namen „Voget" im lüneburgischem Lebensregister 1344-1365 zuerst erscheint. Johann Voget trat 1470 seine Höfe zu Valbeck und Stellichte tauschweise an Herzog Otto von Braunschweig-Lüneburg ab und bekam dafür Burgstelle, Mühlenstelle und Teich zur Kettenburg („Borchstede, Molenstede und Dykstede tor Kedenborg"). Er trug sie dem Herzog zu Leben auf und erhielt die Erlaubnis, sich dort eine Veste zu bauen. (Eine erste „Kedenborg" war als herzogliche Burg zwischen 1340 und 1347 zur Sicherung gegen das Stift Verden gebaut worden. 1371 wurde sie von Herzog Magnus von Braunschweig-Lüneburg dem Bischof von Verden verpfändet, 1383 abgebrochen.) Johann Voget war herzoglicher Rat und Vogt zu Celle. 1488 nannte er sich „Johann von der Kedenborg, anders gebeten Johann Voged". Vermutlich war inzwischen der Bau der zweiten Kettenburg erfolgt. Ein Nachkomme des Johann Franz v. der Kettenburg, kam 1623 nach Mecklenburg und erwarb die Rittergüter Matgendorf bei Teterow und Wüstenfelde bei Grimmen. Die Linie in Kettenburg starb 1744 aus, worauf die Vettern in Mecklenburg (u. a. Franz Heinrich) mit den Rittergütern Kettenburg und Hünzingen belehnt und in die Ritterschaft des Fürstentums Lüneburg aufgenommen wurden. Die Burg vom Ende des 15. Jh. war damals bereits verfallen und wurde durch ein neues Schloß ersetzt (abgebrochen 1955). Österr. Freiherrnstand 9. 12. 1862 (Diplom Wien 21. 3. 1863), Mecklenburg-Schwerin. Genehmigung zur Annahme 22. 11. 1872, beides für Kuno v, der Kettenburg (gest. 1882).
