Diest

Ref. u. ev. -- Das Geschlecht beginnt die gesicherte Stammreihe mit Hermann Tegeler von Diest, * 1507 (?) + 1540, luth. Theologe u. Pfarrer in Diestedde bei Beckum, Stift Münster i. W., der urkundlich dort 1534 erscheint. Für die Annahme, dass der Name Diest von dem Ort Diestedde (Dieste) entliehen ist, liegt kein urkundlicher Beweis vor. Ebenso hat sich für die von der Familie überlieferte Abstammung von den brabanter uradeligen v. Diest, die im Kaiserl. Diplom vom 22.9.1687 erwähnt werden, ein urkundl. Beweis nicht erbringen lassen. Ältere Familiengenealogen geben an, der Stammvater Hermann habe sich dem lutherischen Glauben angeschlossen, und habe vor der Inquisition aus den südlichen Niederlanden fliehend den Namen der Mutter, von Tegeler, angenommen. Seine Kinder hätten diese Änderung korrigiert. Die Familie, die 1687 und 1743 für Seitenverwandte Kaiserl. Adelsbestätigungen erhielt, erscheint auch sonst vor 1755 mehrfach im Adelsstand. In den Niederlanden wurde sie seit etwa 1700 als zum Adel gehörig geführt. Ab ca. 1612 war die Familie im blühenden Stamm reformier und ab 1816 wieder ev.-lutherisch. Preuß. Adelsanerkennung lt. Allerhöchster Kabinettsorder vom 7.5.1790 (für die Brüder Friedrich, Kgl. preuß. Regierungsassistenzrat, siehe unten S. Reinhard Otto Friedrich v. Diest, u. Leonhardt Reinhard v. Diest, Kgl. preuß. Oberregierungsreferendar).

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